FANZZ
Mit dem ICE ab Bern Richtung Basel trifft man gelegentlich auf eine liegen gelassene FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie sie mit vollem Namen heisst. Ein Stück deuschen Qualitätsjournalismus‘, vergleichbar mit der NZZ in der Schweiz. Eine jener Zeitungen, in denen es noch einen Feuilleton-Bund und einen Bund „Natur und Wissenschaft“ gibt. So ist in der Ausgabe vom 30. November 2011 ein Artikel unter dem Titel „So leicht wie Luft“ zu finden. Da wird über einen neuartigen metallenen Werkstoff berichtete, ein metallisches Geflecht feister Nickel-Röhrchen, so leicht, dass ein Stück auf einen verblühten Löwenzahn-Fruchtstand gelegt werden kann, ohne dass dieser auseinander fällt. Aber halt, diese gleiche Foto hab ich doch schon vor etwa einem Monat gesehen, das muss in der schweizerischen NZZ gewesen sein. Schreibt die FAZ denn bei der NZZ ab? Etwas weiter vorne in der gleichen Zeitung findet man einen anderen interessanten Artikel, über die Schweiz diesmal. Das Deutschladgeschäft der Schweizer Banken sei defizitär. So habe etwa die UBS im letzten Jahr über 10 Millionen im Deutschlandgeschäft verloren. Wohlgemerkt: Im Geschäft in Deutschland, mit dortigen Niederlassungen. Das eigentliche, hochrentable Geschäft findet nämlich in der Schweiz statt mit nicht versteuerten, kriminellen Geldern statt. Gemäss einer zitierten Studie wären dies 210‘000 Millionen Franken krimineller deutscher Gelder, die die Schweizer Banken in der Schweiz verwalten. Damit lässt sich trefflich profitieren. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass auch die NZZ mal in der FAZ nachliest, worüber man auch in der Schweiz berichten könnte.
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- Veröffentlicht:
- 3. Dezember 2011 / 13:34
- Kategorie:
- Politik
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